Modelleisenbahnclub 01
Münchberger
Eisenbahnfreunde e.V.

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Missouri River Eagle
Der "Wilde Westen" in 1:220

Seit mittlerweile 35 Jahren bauen und betreuen die Münchberger Eisenbahnfreunde Modellbahnanlagen. Erstmals konnten mit der H0-Vereinsanlage Erfahrungen mit einer Ausstellungsanlage gesammelt werden, die dann in andere Projekte einflossen. Unter den Modellbahnanlagen befand sich auch die USA-Anlage: Missouri River Eagle. Die Anlage wurde mittlerweile abgebrochen, da alle Fahrzeuge digitalisiert wurden. Sie wird in ähnlicher Form in den nächsten Jahren wieder erstehen!

Die "main street" auf der US-Anlage in Spur Z (gebaut von Peter Simon) - Foto: Volker Seidel
Die "main street" auf der US-Anlage in Spur Z (gebaut von Peter Simon) - Foto: Wilfried Krauß

Mit einem Bild der "main street" wollen wir unseren Missouri River Eagle Bilderreigen eröffnen. Die Märklin-Weichen wurden im sichtbaren Bereich mit Roco-Unterflurantrieben versehen. "Howitzer" and "fire engine" sind typisch amerikanisch. Bitte bedenken Sie: Der Maßstab dieser Anlage beträgt 1:220. Die Spurweite ist 6,5 mm. Das 1. Bild entstand während der Bauphase, das 2. Bild zeigt den jetzigen Bauzustand.

 

Die Idee zur Anlage entstand 2006 bei der Vorstellung der Spur H0 US-Anlage der Münchberger Eisenbahnfreunde. Welche Möglichkeiten muss da eine Spur-Z-Anlage bieten? Kann doch hier die Spur Z ihre Vorteile in Bezug auf Eisenbahn-Landschaftsgestaltung voll zur Geltung bringen. Züge mit 2 Metern Länge sind angedacht. Die Anlage sollte kompakt und transportabel sein und es sollte ein reger Zugwechsel stattfinden.Steuerpult des Dispatcher - Foto: Peter Simon

Daraus ergab sich ein Konzept einer U-förmigen Anlage von 3 Metern x 2,5 Metern, unterteilt in neun Segmente á 1 Meter x 0,5 Meter. Die Anlage besteht aus einer eingleisigen Strecke, die in einen zweigleisigen Bahnhof mündet, um Zugkreuzungen und Überholungen zu ermöglichen und einer Nebenbahn, die als Museumsstrecke mit Dampf- und Diesellokomotiven betrieben wird. Als typisch amerikanisch sollte eine "trestle" (Bockbrücke) vorhanden sein.

Gesteuert wird analog mit 3 Fahrpulten, mit denen die lokführergesteuerten Züge im sichtbaren Bereich gefahren werden. Ergänzt wird der Fahrbetrieb durch einen automatisierten Schattenbahnhof. Hier werden die Züge hintereinander aufgereiht und automatisch zum Übergabegleis vorgezogen. Dort werden sie dann vom Lokführer wieder übernommen. Im für Zuschauer sichtbaren Anlagenbereich können die Lokführer ihre Züge vom Übergabegleis abholen und bis in den Bahnhof fahren, wo sie die Züge an andere Lokführer übergeben können. Die Steuerung ist ebenfalls in der Lage, eine Durchfahrt des Zuges gesteuert von einem Lokführer von einem Schattenbahnhof zum Anderen zu ermöglichen. Die Züge fahren in beiden Abstellbahnhöfen über Kehrschleifen, so dass der Zug immer aus der Richtung zurück kommt, aus der er verschwunden war. Die Signale im sichtbaren Bereich haben keine Zugbeeinflussung, so dass der Lokführer, wie in echt, die Signale beachten muss.

Elektronik - Foto: Volker Seidel Im Schattenbahnhof mussten einige technische Tricks angewandt werden, um einen sicheren Betrieb langer Züge zu ermöglichen. Die Fahrspannung ist Gleichspannung mit einem 25-Hz-Puls im unteren Anfahrbereich der Steuerspannung. Um ein Entgleisen der Züge zu verhindern, wurden Anfahr- und Bremsbausteine eingebaut, die ein langsames Abbremsen und Anfahren ermöglichen. Auch eine Blocksteuerung ist notwendig, um das selbsttätige Aufrücken der Züge zu ermöglichen. Bei den Anfahr- und Bremsschaltungen mussten noch Schaltbausteine ergänzt werden, die die dauernd anliegende Pulsgleichspannung, die von den Transistoren der Anfahr- und Bremsbausteine weiter ans Gleis gegeben wurde und zu einem ständigen Brummen der Motoren führte, zu unterbinden. Die Spannung durfte jedoch nicht ganz abgeschaltet werden, sondern wird nur hochohmig geschaltet, um die Lade- und Entladekondensatoren der Bausteine unter Spannung zu halten. Dies verhindert beim auf Fahrt schalten der Bausteine ein abruptes Beschleunigen.

So können auf der Hauptstrecke in jeder Seite 5 Züge und auf der Nebenbahn ebenfalls 5 Züge, insgesamt also 15 Züge, auf der Anlage betrieben werden, wobei immer maximal 3 Züge von Lokführern gefahren werden. Die Steuerung der Automatik erfolgt über Hallsensoren im Gleis, die über einen Magneten unter dem letzten Wagen jedes Zuges geschaltet werden. So wird auch gewährleistet, dass der Block auch wirklich von allen Fahrzeugen geräumt ist, bevor der nächste Zug einfährt.

Insgesamt wurden 43 Meter Märklin Z-Gleise verbaut. 14 Weichen, die im sichtbaren Bereich mit Roco-Unterflurantrieben versehen wurden, kommen ebenfalls von Märklin. Die Lokomotiven und Wagen stammen von Märklin, Micro-Trains Line und American Z Lines. Die Idee und Grundkonzeption stammt von Peter Simon. Die Anlage wurde im Rahmen des Freitagstreffs im Vereinsheim landschaftlich durchgestaltet.

Trestlebridge auf der US-Anlage in Spur Z (gebaut von Peter Simon) - Foto: Volker Seidel
Trestlebridge auf der US-Anlage in Spur Z (gebaut von Peter Simon) - Foto: Wilfried Krauß

Mit zwei Bildern der "Bockbrücke" (englisch = trestle), die vollständig im Eigenbau entstanden ist, wollen wir unseren Bilderreigen fortsetzen. Bild 1: Unser kleiner Güterzug ist auf der Nebenbahn (eigentlich Museumsbahn) unterwegs, während auf der eingleisigen Hauptstrecke der Güterverkehr mit Doppelstockcontainerwagen rollt. Bild 2: Die Detailierung der Anlage wurde für ihren Einsatz auf der 2. US-Modellbahn-Convention immer weiter verfeinert. Einen Gleisplan der Spur Z US-Anlage finden Sie unter Gleisplan.gif zum Download (25 kB).

 

Mit den folgenden Bildern können Sie den Bau der Anlage verfolgen.

US-Anlage in Spur Z - Foto: Volker Seidel
US-Anlage in Spur Z - Foto: Volker Seidel
US-Anlage in Spur Z - Foto: Peter Simon
US-Anlage in Spur Z - Foto: Wilfried Krauß

Die eingleisige Hauptstrecke mündet in einen Überholbahnhof von dem auch die Museumsbahn abzweigt.
Die erste Stellprobe der Gebäude ist erfolgreich verlaufen. Die "main street" lebt! Im Laufe der Zeit wurde die Anlage immer weiter dem Vorbild angepasst.

 
US-Anlage von Peter Simon in Spur Z - Foto: Peter Simon
US-Anlage von Peter Simon in Spur Z - Foto: Volker Seidel
US-Anlage von Peter Simon in Spur Z - Foto: Wilfried Krauß

Die "trestle" als Bildmittelpunkt auf dem linken Anlagenschenkel. Oben Museumsbahn unten Hauptstrecke. Während der Bauzeit veränderte sich die Landschaft und der Detailierungsgrad.

 
US-Anlage in Spur Z  - Foto: Peter Simon
US-Anlage in Spur Z  - Foto: Volker Seidel
US-Anlage in Spur Z  - Foto: Wilfried Krauß

Der Bahnhof ist mit im Eigenbau entstanden Lichtsignalen nach US-Vorbild ausgerüstet. Auf unserem 3. Bild ist Peter beim letzten Probeaufbau im Vereinsheim des MEC 01 bei letzten Feinarbeiten zu sehen. Der Baufortschritt der letzten Wochen ist deutlich erkennbar.

 
US-Anlage in Spur Z  - Foto: Peter Simon
US-Anlage in Spur Z  - Foto: Peter Simon
US-Anlage in Spur Z  - Foto: Volker Seidel

Nur für den "Fotohalt" sind der Dampfer und die Dieselmaschine gemeinsam auf der Nebenbahn (Museumsbahn) unterwegs.
Die beiden linken Tunnel gehöhren zur Nebenbahn, das rechte Tunnel zur Hauptbahn.

 
US-Anlage in Spur Z  - Foto: Wilfried Krauß
US-Anlage in Spur Z  - Foto: Wilfried Krauß
US-Anlage in Spur Z  - Foto: Wilfried Krauß

US-Atmosphäre pur: Die Spur Z US-Anlage des MEC 01 gebaut von Peter Simon. Auf der Anlage finden Sie, lieber Besucher unserer Website, einen Detailierungsgrad, wie man ihn leider nur selten zu sehen bekommt. Bitte denken Sie daran, die Anlage "spielt" im Maßstab 1:220!

 

Wenn Sie wissen wollen, wie die Spur H0 US-Anlage des MEC 01 ausschaut - bitte anklicken - Teil 1 und Teil 2.

Hier geht es zur neuen US-Z-Anlage: Rock Forest Line und High Franks Division!

 

Letzte Überarbeitung 02.07.2013
Text: Peter Simon, Volker Seidel
Bilder: Volker Seidel (8), Wilfried Krauß (8), Peter Simon (6)
© Volker Seidel - MEC 01 Münchberg e.V.


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